Kirche Radelfingen

Zur Kirchgemeinde Radelfingen gehört das ganze Gebiet der Einwohnergemeinde Radelfingen. 

Der Ursprung der Kirche liegt im Dunkeln. Vermutet wird, dass sich auf dem Platz der heutigen Kirche römische Bauten befanden. Nach der Überlieferung ist unsere Kirche vom Grafen von Oltigen errichtet worden. 1131 erscheint das erste schriftliche Zeugnis einer Kirche in Radelfingen. In der Stiftungsurkunde des Klosters Frienisberg wird ein Leutpriester zu Radelfingen genannt. Es wird vermutet, dass die einst reichen Fresken in der Kirche vom Domherrn zu Konstanz und Probst zu Solothurn, Hartmann von Bubenberg stammen.

Die Kirchgemeinde Radelfingen war damals eine der einträglichsten Pfrunden des Bernerlandes. 1275, als die Pfarreien dem Papst einen Kreuzzug mitfinanzieren mussten, lieferte der Radelfinger Priester 3 Pfund und vier Pfennige ab, was einer ansehnlichen Einkommens­struktur der damaligen Bürger entsprach.

1528 trat die Kirchgemeinde Radelfingen zum protestantischen Glauben über. Seit der Reformation amtiert heute mit Fredy Schmutz der 28. Pfarrer in der Kirchgemeinde.

Interessant ist, dass der Rat (Bern) schon 1528 bestimmte, dass der Pfarrer von Radelfingen abwechselnd in Radelfingen und Detligen zu predigen habe, was sicher als Entgegenkommen von Bern an die Bevölkerung von Detligen anlässlich der zwangsweisen Reformation und der Aufhebung des Frauenklosters Detligen zu werten ist.

Fünf Kirchenrenovationen aus der Neuzeit sind bekannt: 1855, 1933, 1958, 1965, 1980 (Erneuerung der Fresken) und 2001. 

(Quelle: Werner J. May, Radelfingen und seine Geschichte von der Steinzeit bis zur Neuzeit)

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